Hochzeitsfotografie ja oder nein?
Melina und Tobias haben eine alternative Hochzeit geplant. Ein bißchen klassisch, aber auch ganz viel anders. Deswegen ist Melina sich auch lange unsicher, ob sie überhaupt einen Hochzeitsfotografen möchte. Tobias weiß dafür ganz genau, dass er keine Hochzeitsfotos braucht. Vor einer Kamera stehen, sich bewegen, im Mittelpunkt sein – das ist nicht sein Ding. Zum Glück sprechen wir trotzdem miteinander!
Im Vorgespräch erzählen wir ihnen, wie wir arbeiten: Keine inszenierten Szenen. Keine gestellten Abläufe. Gruppenbilder nur, wenn sie wirklich gewünscht sind. Wir begleiten ruhig, greifen kaum ein, halten eher fest als zu formen. Kein Druck, keine Hochglanzsprache. Das überzeugt die beiden und sie entscheiden sich dafür, ihre Hochzeit von uns fotografisch begleiten zu lassen.
Die Hochzeitsreportage beginnt mit dem Getting Ready im Kreis der Familie. Alles spielt sich in den gleichen Räumen ab, nur mit unterschiedlichen Ecken und Blickrichtungen. Die Schwester der Braut und ihre Mutter helfen Melina beim Fertigmachen, zwischendurch wird gelacht, kurz innegehalten, weitergemacht. Nebenan ist Tobias mit seinem Schwiegervater in spe.
Zwei Räume, zwei Abläufe, die sich langsam auf denselben Moment zubewegen.Ein bisschen Nervosität, gespannte Erwartung und ganz viel Vorfreude machen sich breit.
Zu Fuß geht es in den Schlossgarten in Oldenburg. Zum Glück trägt Melina Turnschuhe zum Hochzeitskleid. Das sieht nicht nur verdammt cool aus, sondern ist sicher auch leichter als ein Spaziergang auf High Heels.
Die Trauung findet im Teepavillon statt. Vor dem Gebäude treffen sich Familie, Freundinnen und Kolleginnen. Gespräche, Umarmungen, die angenehme Unruhe, bevor es losgeht.Im Teepavillon selbst ist nur der engste Kreis dabei. Kein großer Rahmen, sondern ein kleiner Raum, ideal für eine intime Trauung. Draußen füllt sich währenddessen die Terrasse.
Als die Tür sich öffnet und die Frischvermählten nach draußen treten, knallen die Sektkorken.Und dann gibt es doch noch Gruppenbilder. Tobias, der vorher gesagt hat, dass er das alles eigentlich nicht mag, ist in dem Moment ganz gelassen. Nichts wirkt verkrampft oder steif. Die Bewegungen entstehen einfach. Ein paar Hinweise, ein Schritt zur Seite, ein kurzer Blick – und es passt. Ganz ohne Nachdenken – einfach, weil sie im Moment leben.
Die Feier geht in der Ols Brauerei in Oldenburg weiter.
Eine kleine Craft-Brauerei mitten in der Stadt. Holz, Licht, Musik. Ein Raum, der einfach offen ist für das, was passiert. Nach dem Essen eröffnen Melina und Tobias die Tanzfläche mit einem Lindy Hopp und der Abend verläuft locker und ungezwungen: tanzen, lachen, essen, ein paar Spiele.
Irgendwann verabschieden wir uns, das Brautpaar feiert mit den Gästen noch bis tief in die Nacht.
Wenn ihr euch einen Hochzeitstag wünscht,
der sich nicht nach Erwartungen richtet,
sondern nach euch: